Niedertemperaturkorrosion tritt vor allem im Teil- und Schwachlastbetrieb auf.
Dabei kommt es zu einem Säureangriff auf die Kesselrohre bei welchem im Abgas befindliche Salze und auskondensierendes Wasser als Säuren Korrosionserscheinungen an den Kesselrohren hervorrufen.
- Salze + Wasser = Säure
- Salze:
- Schwefelverbindungen im Rauchgas wirken als Schwefelsäure welche flächige Abzehrung bedingen
- hygroskopische Salze in Aschebelägen (z.B. Ammoniumchlorid oder Calziunchlorid) bedingen Muldenkorrosion und Lochfraß
- Wasser: auskondensieren bei Taupunktunterschreitung
- Wärmeüberträger ist eine "Kältefalle", worauf gasförmige Spezien kondensieren und dann Korrosion auslösen können
Vorgaben für den Kesselbetrieb:
zu keinem zeitpunkt darf an keiner Stelle der inneren Kesselrohroberfläche des gesamten Wärmetauschers die Taupunkttemperatur von Wasser unterschritten werden.
- Rauchgastemperatur muss über dem Taupunkt liegen
- wasserseitige Kühlung darf nicht zu stark sein
- Kesselrohre sollen gleichmäßig über den gesamten Querschnitt durchströmt werden
Im Kesselbetrieb gibt es einige Einstellmöglichkeiten womit sich die Taupunkt - Temperatur beeinflussen läßt.
Einen Überblick darüber soll die angefügte Aufstellung unter Dokumente darstellen.